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 Die Entwicklung des Turnierhundsportes

Viele betreiben den Turnierhundsport - doch wie ist dieser eigentlich entstanden ? Hierzu ein kurzer Abriss der Geschichte. Wen weitere Einzelheiten interessieren, für den sei auf die entsprechenden Quellen verwiesen.

Die Wurzeln des Turnierhundsportes reichen zurück in die 60er Jahre des letzten Jahrtausends. Damals zeichnete sich ab, dass man mit dem angebotenen Programm nicht den gesellschaftlichen Stellenwert erreichen konnte, den man gerne erzielt hätte (u.a. Gemeinnützigkeit und Aufnahme in den Deutschen Sportbund.). Der primär angebotene Schutzdienst (heute VPG) war vornehmlich den Männern und reinrassigen Hunden vorbehalten.

Ende der 60ziger Jahre wollte der damalige Südwestdeutsche Hundesportverband (swhv) um den Vorsitzenden Max Sutter an den Hundesport "gesellschaftsfähiger" machen. Als Partner für die Umsetzung bot sich der HSV Mühlacker um die Brüder Hans und Rudolf Heidiger an, da diese bereits den Weg der zwangs-/gewaltfreien Hundeausbildung verfolgten.

Die erste Disziplin dieser neuen Art und Weise des Turnierhundsports war ein Hindernislauf - der in den Grundzügen dem des heute bekannten Hindernislaufs entsprach und seine Prämiere auf der Landessiegerprüfung am 17.September 1972 in Mühlacker beim 1.Freizeit-Turnier für Hunde aller Größen fand. Damals traten 18 Hundesportler aus zwei swhv-Vereinen zum Sport mit dem Hund gegeneinander an.

Zu dieser Zeit wurde auch die erste Turnierordnung für den THS erarbeitet und im Laufe der nachfolgenden Wettkämpfe wurden Veränderungen an der Wettkampfform und -wertung vorgenommen, um diese praxisgerechter zu gestalten.

Für die Weiterentwicklung des Turnierhundsportes waren die Überlegungen der swhv-Verbandsleitung sehr wichtig, einen Mehrkampf zu schaffen, in dem Hunde mit unterschiedlichen Veranlagungen gegeneinander antreten konnten. Gleichzeitig sollten die neuen Aufgabenstellungen die eingefleischten Schutzhundesportler überzeugen - es mußte also eine Aufgabe einfließen, die eine fundierte Ausbildung des Hundes erforderte (Gehorsam). Aus diesen Überlegungen entstand 1974 die Königsdisziplin der Vierkampf und es wurde erstmals der Sportpass (im swhv) ausgegeben.

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Ein ebenfalls erklärtes Ziel der Hundesportler war die Aufnahme in den Deutschen Sportbund (DSB) und dieses erforderte die breitere Fächerung der angebotenen Übungen, um auch dem Begriff des Breitensports gerecht zu werden. Und somit gab es dann ab 1977 den Slalomlauf, den Sechsfachsprung (heute Hürdenlauf), den modifizierten Hürdenlauf (60m), den Trimm-Lauf mit unterschiedlichen Entfernungen (heute Geländelauf) und die bereits bekannten Schnelligkeits- und Geschicklichkeits-Turniere (heute Hindernislauf). Beschrieben waren diese unterschiedlichen Disziplinen des mehrteiligen Freizeitwettkampfes in der Anleitung für den Breitensport mit dem Hund (Herausgeber dhv).

In dieser Zeit gestaltete Hans Heidinger auch das allen Hundesportlern bekannte Piktogramm -
Der Hundesportler mit seinem Hund.

Die neuen Disziplinen brachten auch den erwünschten Erfolg, insbesondere bei der Jugend die einen großen Zulauf zum Hundesport fand. Gleichzeitig vollzog sich ein erstaunlicher Wandel von der Auffassung des Hundesports: weg von der Sache und hin zum vierbeinigen, in der Familie gehaltenen Freund.

Im Rahmen eines Internationalen Reitturniers 1987 in der Stuttgarter Hans-Martin-Schleyerhalle sollte eine publikumswirksame Hundenummer mit das Rahmenprogramm bilden und so trat der international bekannte Parcoursbauer Hauke Schmid an Max Sutter und Hans Heidinger heran, um ein solches Projekt umzusetzen. Da die bis dahin vorhandenen Hindernisse nicht publikumswirksam waren wurden kurzerhand neue entworfen und auch ein zugehöriger Parcour. Die Hundenummer traf auf ein begeistertes Publikum und man merkte sehr schnell, das man damit gleichzeitig einen Mannschaftswettbewerb für den Hundesport geboren hatte - den Combination Speed Cup oder auch CSC. (Vielleicht haben auch deshalb die Hindernisse soviel Ähnlichkeit mit den Hindernissen im Pferdesprung und jetzt wissen wir auch, warum eines der Hindernisse Mühlacker-Harfe heißt !) - Aufnahme in die Turnierordnung 1993.



Mit dem CSC war aber die kreative Phase der Leute in Mühlacker noch nicht zu Ende - es folgten noch der Qualifications Speed Cup (QSC - 1992), Horse and Dog (1994) und der Shorty (1995). QSC und Shorty wurden 2000 in die Turnierordnung aufgenommen wo hingegen Horse and Dog bislang nur auf einigen großen Reitturnieren gezeigt wurde. - Aufnahme von CSC und QSC in die Turnierordnung 2002.

Man darf also gespannt sein, wie die Entwicklung im Turnierhundsport weitergeht ....

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Quelle:
Hans Heidinger: Eine beipiellose Erfolgsgeschichte - 25 Jahre Turnierhundsport
Albrecht Heidinger: Turnierhundsport - Trainieren mit System

Zu den Personen:

Hans Heidinger war langjähriger Vorsitzender im HSV Mühlacker und ist dort heute für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Rudolf Heidinger trainiert heute die Turnierhundessporter im HSV Mühlacker.

Albrecht Heidinger (Sohn von Hans Heidinger) trainiert heute ebenfalls die Turnierhundessportler im HSV Mühlacker und ist Seminarleiter für Turnierhundsport (Trainieren mit System)

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Sie erreichen den PHV-Lübeck per eMail unter info@phv-luebeck.de
Bestandteil dieses Ausdruckes ist der Haftungsausschluß des Polizeihundvereins Lübeck e.V. (PHV-Lübeck)

Stand: 18.10.2007

letzte Änderung: 18.10.2007