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Welche Zeckenarten sind für Hunde gefährlich ?
Wo leben Sie ?
Vorbeugen/Prophylaxe
Wie erkenne ich Sie ?
Wie entferne ich Sie ?
Rötungen und Schwellungen beobachten ?
Anzeichen einer Erkrankung
Schutzmaßnahmen
Welche Zeckenarten sind für Hunde gefährlich ?
In Deutschland werden Hunde vor allem von drei Zeckenarten befallen: dem Holzbock, der Braunen Hundezecke und der Auwaldzecke.
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Der erwachsene Holzbock ist in den Monaten April bis Juni sowie im September und Oktober aktiv, bevorzugt in Wäldern mit dichtem Unterholz in der Nähe von Lichtungen. Im Hochsommer werden Hunde von den Jugendformen (Larven und Nymphen) des Holzbocks befallen
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Die Braune Hundezecke lebt vor allem in warmen Mittelmeerländern. In Deutschland kann sie sich nur in den Sommermonaten im Freien vermehren. Im Winter kommt die Braune Hundezecke gehäuft innerhalb beheizter Räume vor.
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Die Auwaldzecke lebt in Auwäldern, also in der Nähe von Flüssen. Sie ist bevorzugt in Südeuropa zu finden. In Deutschland gibt es sie an Rhein, Donau und Elbe. Die erwachsenen Auwaldzecken sind im Frühjahr aktiv. Im Sommer dagegen werden Hunde von den Larven und Nymphen der Auwaldzecke befallen.
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Wo leben Sie ?
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Die Zeckenstadien des Holzbockes und der Auwaldzecke sitzen im Freien am Boden und auf Pflanzen. Kommt ein Hund vorbei, streift er die Zecke mit seinem Körper von Boden oder Pflanze ab. Die Braune Hundezecke sitzt im Sommer im Freien und im Winter überall in der Wohnung. Sie wandert von sich aus, also aktiv auf den Hund.
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Um sich weiterentwickeln zu können, müssen die Larven, Nymphen und Zecken den Wirt wechseln. Dies geschieht folgendermaßen: Erwachsene Zecken lassen sich, wenn sie vollgesogen sind, zu Boden fallen. Hier legen die Weibchen Eier, aus denen nach einiger Zeit Larven schlüpfen. Nach dem Schlupf verbleiben diese in der Umgebung, bis ihre Haut (Kutikula) hart und gefärbt ist. Anschließend befallen die Larven den ersten Wirt. Haben sie sich vollgesogen, lassen sie sich zu Boden fallen. Aus der Larve entwickelt sich dann eine Nymphe, die sich einen neuen, zweiten Wirt sucht. Ist die Nymphe gesättigt, lässt sie sich wiederum zu Boden fallen und häutet sich zur erwachsenen Zecke. Diese befällt dann einen dritten Wirt, den so genannten Endwirt. Nach ihrer letzten Blutmahlzeit lässt sich auch die erwachsene Zecke zu Boden fallen, um dort Eier zu legen - der Kreislauf beginnt von Neuem.
Beim Holzbock und der Auwaldzecke dauert dieser Entwicklungszyklus 1-3 Jahre. Ohne Blutaufnahme können Holzböcke bis zu einem Jahr überleben. Eine Entwicklung ist aber nur im Freien möglich, bei warmen Außentemperaturen und einer Luftfeuchtigkeit von 90%. Der Entwicklungszyklus der Braunen Hundezecke ist deutlich kürzer, er dauert 3-4 Monate.
Die Braune Hundezecke überlebt ohne Blutmahlzeit höchstens 2 Monate. Eine Entwicklung ist in Deutschland nur in beheizten Räumen möglich.
Die verschiedenen Stadien von Holzbock und Auwaldzecke sind nicht auf eine Tierart festgelegt. Die Larven befallen meist Vögel und Kleinsäuger, wie zum Beispiel Mäuse. Die Nymphen suchen sich in der Regel größere Säugetiere, zum Beispiel einen Fuchs, ein Kaninchen oder einen Igel. Hunde werden meist erst von erwachsenen Holzböcken und Auwaldzecken befallen. Aber auch Larven und Nymphen sind auf Hunden zu finden.
Die Braune Hundezecke dagegen befällt fast ausschließlich Hunde, und zwar in all ihren Entwicklungsstadien. Nur gelegentlich geht die Braune Hundezecke auch auf den Menschen über.
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Vorbeugen/Prophylaxe
Das Ansaugen der Zecken sollte vermieden bzw. unterbunden werden:
Durch Absammeln der Parasiten vom Fell, noch bevor diese eine geeignete Stelle zum Stechen gefunden haben denn Zecken laufen einige Zeit umher.
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Vorteil: in der zecken-armen Zeit und bei Hunden mit dünnem glatten Fell sinnvoll
Nachteil: ausgesprochen zeitaufwendig; äußerste Konsequenz nötig; bei langhaarigen Hunden unpraktikabel.
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Zecken durch sofortiges Herauslösen mit einer Zeckenzange entfernen
Vorteil: die hauptsächliche Erregerübertragung erfolgt erst nach 12-24 Stunden nach dem ¨Andocken¨. Durch ein rasches Handeln kann meist noch Abhilfe geschaffen werden.
Nachteil: viele festgesogene Zecken werden nicht entdeckt und verbleiben bis zum Abfallen auf dem Hund- damit steigt das Risiko einer Infektion
Durch Anbringen eines Zeckenhalsbandes z.B. Bolfo®, besonders bei Spaziergängen und Wanderungen mit Freilauf des Hundes im Unterholz
Vorteil: zahlreiche Zecken meiden den Hund
Nachteil: ständiges Tragen ist die Vorraussetzung für die Wirkung. Inhaltsstoffe könnten bei Wasserkontakt unwirksam werden.
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Wie erkenne ich Sie ?
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Grundsätzlich entwickeln sich alle Zeckenarten über mehrere Stadien: Ei, Larve, Nymphe, erwachsene Zecke. Die Eier sind rund 0,5 mm groß, weiß und rundlich. Sie werden von den erwachsenen Zeckenweibchen in Form von Eipacketen abgelegt. Die sechsbeinigen Larven, achtbeinigen Nymphen und erwachsenen Zecken sind im nüchternen Zustand, also bevor sie Blut gesaugt haben, rund 2-5 mm groß und sehen wie kleine Spinnen aus.
Erst nach der Blutmahlzeit schwillt ihr Rumpf auf 1 - 2 cm an.
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Sie können die Zecken auf Ihrem Hund mit dem bloßen Auge erkennen, und zwar sowohl im nüchternen als auch im vollgesogenen Zustand. Um die Zecken ausfindig zu machen, scheiteln sie das Fell Ihres Hundes. Meist können Sie die Zecken aber auch ertasten, wenn Sie Ihrem Hund über das Fell streicheln.
Erwachsene Zecken sitzen bevorzugt am Kopf, Unterbauch in der Schenkel- und Ellebogenfalte des Hundes. Larven und Nymphen finden sich dagegen vor allem an Körperstellen mit dünner Haut wie z.B. Ohrrändern, Ohrmuschel, Augenlidern, Schnauze und zwischen den Zehen.
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Wie entferne ich Sie ?
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Zecken entfernen Sie, indem Sie sie mit zwei Fingern, einer Pinzette oder (am besten) einer Zeckenzange von unten an den Mundwerkzeugen (ohne den Leib zu drücken) anfassen und den Blutsauger gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen. Achten Sie darauf, dass der Kopf nicht steckenbleibt, sonst entzündet sich die Stelle.
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Achtung:
Nicht den Zeckenleib mit Äther, Öl, Nagellackentferner oder dergleichen beträufeln und damit ¨betäuben¨, denn Zecken erschlaffen dabei und entlassen ihre Erreger in die Stichstelle. Nicht mit der Zange am Zeckenleib drücken, da sonst die Borrelien- oder andere Erreger durch die Stichöffnung in die Blutbahn gedrückt werden! Besser ist vorbeugen!
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Rötungen und Schwellungen beobachten ?
An der Einstichstelle zeigt sich eine Rötung und Schwellung, die oft noch lange Zeit nach dem Abfallen der Zecke zu sehen ist. Durch den Holzbock kann die Borreliose (eine bakterielle Infektion die eine Gelenksentzündung hervorrufen kann) übertragen werden, während die braune Hundezecke zusätzlich Babesien (Einzeller, der durch beim Saugakt durch Zecken übertragen wird und sich in den roten Blutkörperchen vermehrt) und Ehrlichien (Bakterien die vergrößerte Lymphknoten und Anämie verursachen können) übertragen kann.
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Anzeichen einer Erkrankung
lokale Hautreaktionen und Schwellungen treten an der Stichstelle auf.
Lähmungen: Stiche in Nähe der Wirbelsäule können infolge des im Speichel befindlichen Toxins zu Lähmungen oder Bewegungsstörungen führen. Diese Reaktion tritt allerdings nur sehr selten auf Borreliose: Eine Infektion mit Borrelia burgdorferi (ca. 40% der Zecken befallen) führt evtl. zu schwersten Symptomen wie gichtartige Gelenkveränderungen bis hin zu extremen Lähmungen. Wegen Befalls der Nerven- und Muskelsysteme sind Hirn- und Herzschäden (mit Todesfolge) relativ häufig.
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Schutzmaßnahmen
regelmäßige Fellpflege
Auffälligkeiten betrachten: Kratzen, Lecken an einer bestimmten Körperstelle
Absammeln, fetsgesogene Zecken möglichst rasch entfernen
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